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| St. Annaschloss |
Die Geschichte Rorschacherbergs als selbständige politische Gemeinde begann mit der Gründung des Kantons St. Gallen im Jahre 1803. Seit 1938 weiss man aber, dass schon vor rund 3500 Jahren im Gebiet der Oberen Burg, nordwestlich des heutigen Weilers Hof, Menschen lebten.
Die Geländestruktur liess die Archäologen erkennen, dass die bestehenden Profile nicht ohne Menschenhand entstanden sein konnten. Anhand von Fundobjekten (Knochenreste, Eisenstücke etc.) konnte zunächst einmal mit einiger Sicherheit festgestellt werden, dass zu der Zeit um 600 bis 500 vor Christus auf der Oberen Burg am Rorschacherberg Menschen lebten.
Das spätere Gedeihen der Gemeinde vollzog sich im Rahmen der Entwicklung des während mehr als eines Jahrtausends unter der Hoheit des Klosters St. Gallen stehenden Fürstenlandes, an welche Flurnamen wie Fronberg oder Klosterguet erinnern.
Eine Besonderheit von Rorschacherberg sind die 4 Schlösser auf seinem Gemeindegebiet. Das älteste, das St. Annaschloss, stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Schloss Wartensee hat seine Anfänge im 13. Jahrhundert und auch das Schloss Wartegg kann bereits auf über 400 Jahre zurückblicken. 1573 wurde schliesslich das Schloss Wiggen erbaut.
Bei der Festsetzung der Gemeindegebiete des 1803 gegründeten Kantons schlug die Kantonsregierung Rorschacherberg anfänglich der neu gebildeten politischen Gemeinde Rorschach zu, die sich dagegen jedoch an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung energisch und erfolgreich zur Wehr setzte. Die spätere Entwicklung zeigte dann, dass Rorschacherberg durchaus die Kraft hatte, sich selbst zu verwalten und seine Aufgaben zu erfüllen.
Heute verfügt die Gemeinde Rorschacherberg über eine gut ausgebaute, moderne Infrastruktur.